Demo auf St. Pauli? Was is’n das nu genau?

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Es wird losgeraved (Bilder: O. Zeisler)

Es wird losgeraved (Bilder: O. Zeisler)

Laute Dub-Musik, Hipster mit Neon-Kappen und Flaschenbier und Unterschriftensammler mit Bio-Studenten-Charme. Wo bin ich denn da wieder reingeraten vor meiner Haustür an der Bernhard-Nocht-Straße auf St. Pauli?

Treffen am Park Fiction

Treffen am Park Fiction

Am Sonntagnachmittag lief diese bunte Mischung unter großem Getöse Richtung Landungsbrücken. Nach längerer Betrachtung werden mir zumindest einige Motive klar. Gegen die Fertigstellung des Kohlekraftwerks Moorburg wird hier Stimmung gemacht, im genauen gegen den Betreiber Vattenfall. Aber auch der allgemeine Slogan „Recht auf Stadt“ ist an vielen Wagen der Karawane zu finden. Also auch gegen Gentrifizierung, okay.

Flüssiger Protest

Flüssiger Protest

Und die Energiewende wird hier heraufbeschwört. „Vattenfall wegbassen“ wird der Marsch auch genannt – wenn’s nach dem Vibrieren der Boxen geht, dürften die Aktienkurse des schwedischen Konzerns noch heute ins Bodenlose sinken.

Teddy gegen Gentrification

Teddy gegen Gentrification

Alles durchaus Motive, um sich auf die Straße zu bewegen und Protest auszudrücken. Ob diese Form die richtige und auch nachhaltige ist und ob hier alle tanzenden, Frisbee-schmeißenden Neu-Hippies (ein paar Alt-Hippies tanzten auch mit) wissen, weshalb sie hier mitlaufen bzw. tanzen, scheint mitunter fraglich. Aber es gibt ja einen Verkauf von politisch korrektem Bier, „Protest in Flaschen eben.“


Ist das nun ein Flashmob, eine Demo, oder ein Rave? Egal, es scheint eine, oder die neue Form der Protestkultur. Unter der Beobachtung einiger Polizisten laufen und tanzen ca. 500 junge Menschen mit.

Für die gute Sache.

Ole Zeisler


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