Die Anwohner des Portugiesenviertels sind verzweifelt: Sie finden keine Parkplätze mehr! Die Stellplätze, die eigentlich für Bewohner mit Parkausweis M101 vorgesehen sind, sind ständig besetzt – von Autofahrern ohne Parkausweis. “Das kontrolliert aber niemand”, ärgert sich Birte Wegener. Zusammen mit Kerstin Knauer ist sie die Sprecherin der neu gegründeten Initiative “Wir wollen parken”.

Absolutes Halteverbot: In der Karpfangerstraße gibt es jetzt zwei Parkplätze weniger. "Ohne Grund", finden die Anwohner. (Foto: pa)
“Täglich kommen immer mehr Menschen mit dem Auto in unser Viertel, so dass sich vor allem zu den späten Nachmittags- und Abendstunden die Autos Stoßstange an Stoßstange durch die schmalen Straßen quälen”, sagt Wegener. “Das ist eine unerträgliche Situation für die hier lebenden Menschen und eine Gefahr für alle Kinder.” Selbst vormittags sei es kaum noch möglich, einen Parkplatz zu finden oder als Gewerbebetreibender seine Ware auszuladen, da die Mitarbeiter der hier ansässigen Büros – ebenfalls ohne Bewohnerparkausweis – ihre Autos in den Straßen des Portugiesenviertels abstellen.
Wegener und Knauer fordern mehr Schilder, die auf die Bewohnerparkzone aufmerksam machen und regelmäßige, mindestens wöchentliche Kontrollen der Parkberechtigungen. Auch Halteverbotsschilder müssten überprüft werden, fordern Knauer und Wegener: “Warum gibt es zum Beispiel plötzlich und ohne Grund zwei Parkplätze weniger durch absolutes Halteverbot in der Karpfangerstraße?”
(vet)



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Ich wohne auch um die Ecke, ja und ich habe auch ein Auto. Aber eigentlich gibt es dafür kaum noch Gründe.
In Sachen Verkehrspolitik bewundere ich Paris. Dort wird seit zehn Jahren den Autofahrern das Leben schwer gemacht. Grosse Boulevarde mit drei Auto-Spuren werden neu verteilt: Eine für Busse, eine für Fahrräder, eine für Autos. Und unten drunter fährt noch die Metro. Dort wird der ÖPNV immer attraktiver, es gibt Stadträder und Stadtautos für Spotanfahrten – das ist mal ein Ansatz. Deswegen brauchen wir eine Testbetrieb für die Citymaut, deren Einnahmen ohne wenn und aber in einen ÖPNV-Ausbau gesteckt werden. Vorstadt-Brachen zu Park-and-Ride-Parkplätzen, Innenstadt-Parkhäuser zu Wohnungen, Strassen zu Geh- und Radwegen. Darüber hinaus müssen die U-Bahn-Pläne aus den 70ern endlich wieder auf den Tisch, die Stadtbahn besser heute als morgen. Ansonsten versinken wir spätestens in zehn Jahren in einer Blechlawine!!!
Es gibt NICHT zu wenige Parkplätze sondern zu VIELE KFZ! Jedes Auto weniger in der Innenstadt ist zu bejubeln. Individualverkehr ist einfach der falsche Weg: ineffizient, umweltschädlich, gefährlich bis tödlich, raumhungrig, stauerzeugend und und und…
und Hamburg macht fröhlich weiter, obwohl man doch Umwelthauptstadt ist?!
Die Citymaut wäre großartig und die CDU verunglimpf auf ihren Wahlplakaten sogar den vernünfigen Bürger… aber nur weil man mit dem dicken Hintern schön gemütlich 2 Tonnen durch die Landschaft transportieren möchte, nur um sich selbst zur Arbeit zu bringen… und der vernünftige Bürger muss im Bus im Stau ausharren, da diese ganzen “Allein-im-Auto-Sitzer” die Straße blockieren -> sowas nennt der arme Autofahrer dann “Stau”! Och die armen Melkkühe der Nation….
Horst hat recht, ich würde es nur etwas unaufgeregter formulieren. Förderung des ÖPNV und des Fahrrads. Wieso meinen Autofahrer, Sie können jederzeit mit Ihrem Auto überall hinfahren und unsere schönen innenstädtischen Wohngebiete verschandeln. Ich verstehe nicht, warum man überhaupt ein Auto im Portugiesen viertel hat. U- und S-Bahn sind um die Ecke, auch ein Superamarkt, vermutlich fahren die betroffenen mit dem Auto in die Innenstadt …