Saga soll Treuhänder im Karoviertel werden

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Die Mietergenossenschaft Karoviertel will Wohnungen selbst verwalten (Symbolbild: S. Remesch)

Die Mietergenossenschaft Karoviertel will Wohnungen selbst verwalten (Symbolbild: S. Remesch)

Im Oktober wurde die „Mietergenossenschaft Karolinenviertel“ von 124 Anwohnern gegründet. Ziel der Genossenschaft ist es, 923 Wohnungen und 201 Gewerbeeinheiten, die sich im Moment im Treuhandvermögen der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) befinden, zu übernehmen. Im Dezember hat die Mietergenossenschaft bei der Finanzbehörde und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) eine entsprechende Absichtserklärung eingereicht.

Der Treuhandbestand der Steg soll 2013 an die Finanzbehörde übertragen werden – dann endet das Sanierungsverfahren im Karolinenviertel. „Die Mietergenossenschaft Karolinenviertel hat bei uns den Wunsch geäußert, das Treuhandvermögen zu übernehmen“, sagt Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde. Der Antrag befinde sich zur Zeit noch in der Prüfung, so Stricker weiter. Wann genau die Entscheidung darüber gefällt wird, ließe sich noch nicht sagen.

„Geplant ist eigentlich, die Wohnungen und Gewerbeeinheiten an das Wohnungsunternehmen Saga-GWG zu übergeben“, sagt Frank Krippner, Sprecher der BSU. Die Verhandlungen liefen gerade. „Für uns wäre die Übernahme durch die Saga-GWG das Wunschergebnis“, fügt Krippner hinzu.

Mit der Saga als Treuhandeigentümer sind die Anwohner aber nicht zufrieden. „Die Saga hat die Mietpreise in den letzten Jahren schrittweise erhöht“, sagt Antje Kianidoost, Vorstandsmitglied der Mietergenossenschaft. „Wir fordern, dass die Stadt keine Verträge fest abschließt, ohne mit uns geredet zu haben“, sagt Kinaidoost.

Für die Genossenschaft wären verschiedene Lösungen denkbar. „Eine Option wäre der Kauf des Treuhandvermögens, was für uns aber schwer finanzierbar wäre“, erklärt Kinaidoost. Auch die Einrichtung einer Verwaltungsgenossenschaft wäre vorstellbar. Dabei blieben die Immobilien im Eigentum der Stadt, so Kianidoost. Mit einer Entscheidung rechnet die Genossenschaft Karolinenviertel frühestens Anfang nächsten Jahres.

Antonia Eser-Ruperti

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