Frage der Woche (42): Welche außergewöhnlichen Berufe gibt es in Deinem Quartier?

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Jede Woche beantworten die Stadtteilreporter eine Frage zu ihrem Viertel. Diese Woche erzählen sie, wer in ihrem Viertel auf besonders ungewöhnliche Weise seinen Lebensunterhalt verdient.

Stadtteilreporter Philip Kühn:

Hermann Schollenberger an seinem Arbeitsplatz im Alten Elbtunnel (Bilder: S. Hüners)

Hermann Schollenberger an seinem Arbeitsplatz im Alten Elbtunnel (Bilder: S. Hüners)

Ausgefallen Berufe sind auf St. Pauli nichts Besonderes. Ob Elbtunnelwächter,
Koberer oder Schreihals für Hafenrundfahrten , Türsteher an der Tankstelle, Einkaufsjunge für die Damen in der Herberststraße oder Flaschensammler in der glasflaschenfreien Zone. Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Oder besser: Es gibt hier so einiges, was es woanders nicht gibt! Allerdings ist das kein großes Geheimnis – und so wurde jeder dieser Berufe bereits in Artikeln oder mehrteiligen SpiegelTV-Reportagen unter die Lupe genommen.

Bei einer nächtlichen, investigativen Recherche im Bunker an der Feldstraße ist es mir jedoch gelungen, einen extravaganten Beruf ausfindig zu machen, der noch nicht in dem Maße das grelle Licht medialer Aufmerksamkeit genießen durfte. Dabei hätten sie dieses durchaus verdient, die Liftboys (& -girls) vom Uebel & Gefährlich ! Partynacht für Partynacht transportieren sie den feierwütigen Mob vom Boden der Tatsachen in die höheren Sphären des Nachtlebens. Und wieder zurück. Tugendhaft. Verantwortungsbewusst. Geduldig. Ein ewiges auf und ab. Eine Tätigkeit, die Fingerspitzengefühl erfordert. Vielleicht eine Metapher für das Leben als Ganzes. Mindestens aber der Stoff für eine Spiegel-TV Reportage…


Stadtteilreporterin Susanne Hüners:

Zu den eher ungewöhnlichen Berufen in St. Pauli gehört wohl auch der Job des Tunnelaufsehers am Alten Elbtunnel. In jedem Fall ist es ein Beruf mit Tradition: Tunnelwächter gibt es am St. Pauli Elbtunnel schon seit 100 Jahren.

Einer der Männer, der dafür sorgt, dass Menschen heil von St. Pauli nach Steinwerder und wieder zurück kommen, ist Hermann Schollenberger. Er arbeitet schon seit 1989 „unter der Elbe“. Hier bedient er PKW-Aufzüge, weist Fahrzeuge ein und wacht darüber, dass alle Passanten die Regeln einhalten.

Dazu muss er früh aufstehen – seine Schicht beginnt um 5.15 Uhr – und zum Teil lausige Temperaturen in Kauf nehmen.


Mehr zum Beruf des Tunnelaufsehers lesen Sie hier.

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